Redner Trends Oktober 2010
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Liebe Leserinnen und Leser der Redner-Trends,
in der globalisierten Welt leben und wirtschaften bedeutet, interkulturell und international denken und tätig zu sein. Multikulturalismus stellt für die Kultur- und Sozialpolitik eines jeden Landes und eines jeden agierenden Unternehmens eine große, die zweite Hälfte des 20. und das 21. Jahrhundert(s) global mitprägende Herausforderung dar. Ob in kleinen oder großen Strukturen, ob in Unternehmen, in Familie oder im Bereich Öffentlichkeit – das Zusammenführen unterschiedlichster Menschen und Fähigkeiten dient der Bereicherung und dem Facetten-Reichtum in allen Bereichen der Gesellschaft.
Da Multikulturalismus eine globale Herausforderung darstellt, bietet sich immer wieder ein Blick über den eigenen Tellerrand (in andere Länder, in andere Disziplinen etc.) an, den unsere vorgeschlagenen Redner schärfen.
Es grüßen freundlich und wünschen einen schönen, milden beginnenden Herbst,
Ihre
Ulrike Ramsauer Barbara Stang Eve Bazata

Kaevan Gazdar 
„Multi-kulti“ als Erfolgrezept: ein Plädoyer für „Interkulturelles (Team)-Arbeiten“ (am Beispiel des WM-Wunders 2010)
Ob sich das WM-Wunder 2010 auf die Wirtschaft übertragen ließe: diese Frage steht Gazdars Überlegungen zugrunde, nachdem die deutsche Fußball-Mannschaft in Süd-Afrika ins Halbfinale eingezogen war und dann verlor. Klaus Theweleit, der Kulturwissenschaftler, lobte die Haltung der aus unterschiedlichen Ethnien stammenden Spieler dabei als „geradezu international, „undeutsch“ – d.h. die „interkulturelle Arbeit im Team“ war getragen von Kreativität und Witz, der Umgang mit der „Niederlage“ geprägt von erstaunlichem Verhalten, nämlich von interkulturell entspannter, kreativer Art: Eigenschaften, die im Zeitalter der Globalisierung auch den unternehmerischen Erfolg beflügeln können. Es geht um das Aufnehmen des Anderen in ein Team, es geht um das Nutzen von Potenzialen aus anderen (Familien)-Milieus, es geht um Muster aus anderen Erziehungs-Systemen. Beispiel: als Lou Gerstner Mitte der 1990er Jahre CEO von IBM wurde, monierte er sofort, die Führungsmannschaft seit fast ausnahmslos „weiß – männlich-christlich-heterosexuell“, die Kundenbasis sähe aber ganz anders aus. Die von ihm initiierte Diversity-Task-Force trug zum Comeback des einst führenden Herstellers von Großrechnern bei. Auf ähnliche Art äußerte sich der neue Siemens-Chef, Peter Löscher; mittlerweile gehören dem neunköpfigen Vorstand des Münchner Mischkonzerns bereits zwei Frauen und ein Amerikaner an. Multikulturelle Teams tragen nachweislich dazu bei, Marktchancen zu realisieren, verkrustete Vorgehensweisen aufzubrechen, Unternehmen „gesellschaftsnäher“ zu führen.
Der aus Indien stammende Redner Kaevan Gazdar lebt seit vielen Jahren in Deutschland und ist für die Nachhaltigkeits- und Human Resources-Berichterstattung der HypoVereinsbank (HVB) in München verantwortlich. Er beschäftigt sich mit Fragen des interkulturellen Austausches. Seit Jahren beurteilt er in einer Jury in einem globalen Ranking die besten Geschäftsberichte; er schreibt Bücher und Beiträge für Zeitschriften/ Zeitungen.
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Katharina Starlay 
Kleider machen/ prägen Leute! „More than Styling“: Doing Business in der (gesamten) Welt
Jedes Unternehmen kommuniziert durch seinen Marken-Auftritt, durch sein Repertoire an Farbe(n) und Stil-Elementen: ebenso strahlt jede Führungskraft, jeder Mitarbeiter, auch jede „privat“ auftretende Person um so mehr Selbstbewusstsein aus, je stärker eine weltgewandte und stilsichere Art, sich zu kleiden und sich (und seine Aufgeschlossenheit) zu zeigen aus dem Reich des Möglichen das passende klar und entschieden zu favorisieren weiß.
Im interkulturellen Umgang, auf Verhandlungs-Reise im Ausland, in anderen, fernen Kontinenten – ein nicht zu unterschätzender Part des crossculture ist das Stil-Training hinsichtlich Verhalten, Verhandeln, Gebräuchen, Tisch- und Essenskultur - aber auch Mimik, Gestik, Spach-Kompetenz und – Kleidung.
Katharina Starlay setzt in der Kleidungskultur Maßstäbe und berät Großunternehmen und Einzelpersonen. Vorträge und Seminare im Bereich „Power Dressing“, Couture Collection, Design und internationalem Auftreten gehören zum Angebot ihrer Mode-Trainings.
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Dr. James McCabe 
Interkulturelle Kommunikation: „Business English“ – mehr als Verständigung, vielmehr: geistreicher, wortgewandter Austausch mit den Mitteln inspirierender Statements
Sprache – vor allem die Weltsprache Englisch – dient, bei wirklicher Durchdringung der Feinheiten der Idiomatik, einer Verbesserung weltweiter Kommunikation: so hält sich James Mc Cabe, der seit vielen Jahren in deutschen und internationalen Unternehmen tätig ist, an große künstlerisch-talentierte Vorbilder, die Alltags- und Kunstsprache oftmals mit philosophischem Witz und Sprachgefühl durchziehen und dem Anlaß entsprechend virtuos variieren. Vor dem Hintergrund globaler Informations- und Kommunikationssysteme bleibt das Beherrschen der eigenen Sprache nach wie vor die wichtigste Voraussetzung für die Kommunikation politischer, unternehmerischer, wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Themen in der Öffentlichkeit. Das Beherrschen der „Gobal Communication“ ist dann in einem zweiten Schritt die zu erlernende Kompetenz: „English as a global tool“ zu begreifen und – weltmännisch zu agieren.
Dr. James Mc Cabe, gebürtiger Ire, ist Wirtschaftskolumnist bei der „Wirtschaftswoche“ und Fachmann für interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Marketing/ Leadership Communication.
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Dr. Mohamed El-Bastawisy
Arabien-Experte: interkulturelles Projekt- und Teammanagement
Beratungs-Kompetenz entsteht durch vielfältige Erfahrungen bezüglich Sitten, Umgangsformen, Gebräuchen in Ländern, mit denen die westliche Welt vermehrt wirtschaftlich kooperiert. Die arabische/ arabisch-islamische Welt kennt Dr. Mohamed El-Bastawisy durch längjährige Tätigkeit in verschiedenen Ländern, und er hat somit die besten Voraussetzungen, um deutsche Unternehmen hinsichtlich der Gepflogenheiten bei geplantem Geschäftsaufbau oder –ausbau international zu beraten und geeignete Modelle zu entwickeln.
Seine Schwerpunkte als Trainer, Coach, Consultant liegen in den Bereichen Sales Kompetenztraining (SKT), interkulturelles Kompetenztraining, Verhandlungstraining, Teamentwicklung für internationale Projekte, Integrationsberatung. Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden wollen, bereitet El-Bastawisy in Seminaren darauf vor, Geschäftsanbahnungen unterstützt er u.a. als Mitglied der GHORFA, der Deutsch-Arabischen Vereinigung für Handel und Industrie e.V., bei der Middle East Professional Speakers Association (MEPSA) und bei der DAFG, der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e.V. Desweiteren ist er als Mitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft aktiv. Interkulturelle Kommunikation, interkulturelles Management, Konflikt- und Teammanagement, Sales Kompetenz-Training und Projekt-Entwicklung gehören zu seiner langjährigen, referenzgestützten (NOKIA, Daimler u.v.a.) Beratungs- und Coach-Profession.
Mohamed El-Bastawisy ist gebürtiger Ägypter und lebt seit 1989 in Deutschland; seit 2008 ist er – nach vielen Jahren freier Mitarbeiter-Tätigkeit in verschiedenen Trainings-Unternehmen – Geschäftsführer der in Stuttgart ansässigen Firma Arabi Counsel.
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Boris Grundl – „Diktatur der Gutmenschen“
Das Gegenteil von "gut" ist: "gut gemeint". Dieses Zitat von Kurt Tucholsky bildet den roten Faden durch das neue Buch von Motivations- und Führungsexperte Boris Grundl. Was ist seine These in: "Diktatur der Gutmenschen. Was Sie sich nicht gefallen lassen dürfen, wenn Sie etwas bewegen wollen"? Boris Grundl entlarvt eine Gesellschaft, die starke Individuen braucht und schwache Geschöpfe produziert! Er zeigt, wie Stillstand erzeugt wird, wo Fortschritt benötigt wird. Und seiner Meinung nach sind es "die Gutmenschen", die sich auf Kosten der "Schwachen" Überlegenheit und Macht verschaffen und die meinen, etwas "Gutes" zu tun, tatsächlich aber das Gegenteil davon erzeugen. Provozierend und mit kraftvollen Gedanken geschrieben!
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Herausgeberin: Ulrike Ramsauer
Idee & Gestaltung: Ulrike Ramsauer, Barbara Stang & Michael Stöcker
Erscheinungsweise: 6 x jährlich
Auflage: kostenloser E-Mail-Versand an ca. 4.000 Kunden und Interessenten
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